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Antonio Vivaldi (1678 - 1741) Violinkonzerte op. 8 Nr. 1-4 „Die vier Jahreszeiten“

Kom_Konzert Juni 2004

Antonio Vivaldi (1678 - 1741)

Violinkonzerte op. 8 Nr. 1-4 „Die vier Jahreszeiten“


Vivaldi_La_Cave „Die vier Jahreszeiten“ (Le Quattro stagione) gehören zu einer Sammlung von zwölf Konzerten op. 8, die unter dem Namen „Il cimento dell`armonia e  dell`inventione“ 1725 in Amsterdam erschienen sind. Vivaldi widmete das Gesamtwerk dem böhmischen Grafen Wenzeslav von Morzin, in dessen Dienst er mehrere Jahre in Italien stand.

Zu den „Vier Jahreszeiten“ gehören die Werke: „Der Frühling“ (La primavera), „Der Sommer“ (L`estate), „Der Herbst“ (L`autunno) und „Der Winter“ (L`inverno), die durchweg für Solo-Violine und chorisch besetzten Streichersatz mit Basso continuo konzipiert sind. Jedem Konzert ist ein wahrscheinlich von Vivaldi selbst geschriebenes Sonett vorangestellt, das die jeweilige Jahreszeit charakterisiert. Einzelne Zeilen des Gedichtes erscheinen noch einmal im Notentext über den zugehörigen Partien.

Die von Vivaldi verwendete Ritornellform der schnellen Ecksätze stellen jeweils die Grundsituation des Gedichtes dar, während die wechselnden Soli die Detailschilderung übernehmen. 

Das Konzert „Der Frühling“ beginnt mit den Zeilen: „Der Frühling ist gekommen ...“. Mit Trillern und Läufen ahmt die Solo-Violine im Wechselspiel mit den ersten und zweiten Geigen Vogelstimmen nach. Das zarte Idyll wird gestört durch zitternde Bewegung und grelle aufgeregte Läufe, die ein nahendes Gewitter ankündigen. Doch kaum ist es vorüber, ertönt von Neuem der Gesang der Vögel.

Das erste Ritornell im „Sommer“ stellt „Das Erschlaffen unter der Hitze dar“. Im zweiten Satz beschreiben die ständig wechselnden Tempi im Adagio  die „müden Glieder“ des Hirten und im Presto die Streichertremoli seine Furcht vor dem nahenden Sturm. 

Gegensätzliche Affekte können aber auch durch unterschiedliche Satzstrukturen dargestellt werden, wie beispielsweise im Kopfsatz des „Winter“. Die Tonrepititionen, die die Erstarrung in eisiger Kälte verdeutlichen, werden plötzlich von schnellen Zweiunddreißigsteln der Solovioline unterbrochen.
 

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