Am 30. September 1791, erlebte Mozarts letzte Oper „Die Zauberflöte“ KV 620 ihre Uraufführung in einem Wiener Vorstadttheater. Mozart vollendete die Ouvertüre als seine abschließende Komposition zur Oper 2 Tage vor der Uraufführung.
Nach einem feierlichen Adagio mit seinen drei einleitenden gewaltigen Es-Dur-, c-moll-, Es-Dur-Akkordschlägen fügt sich ein kunstvoll verschlungenes Fugato an. Das Thema überwindet dann aber alle Schwere des Satzes durch die heitere Anmut. Das Fugato führt wiederum zu drei feierlichen Bläserakkorden zurück, die an den Anfang der Ouvertüre erinnern. Es sind dieselben, welche später in der Oper in der Versammlung der eingeweihten Priester Sarastros Sonnentempel ertönen, zum Zeichen, dass Tamino aufgenommen und zu den Prüfungen zugelassen ist.
Es-Dur und verwandte Tonarten erklingen hierbei im Mittelpunkt und versinnbildlichen Sarastros reich, ebenso wie die Holzbläser und Posaunen mit ihrem warmen, feierlichen Glanz, sollen sie die übermenschliche Allmacht des Herrschers und die weihevolle Hoheit des priesterlichen Bezirks verdeutlichen.