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Kom_Konzert_Februar_2004

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791) Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550

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Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)

Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550


mozart Im Zeitraum von ca. acht Wochen komponierte Mozart 1788 in Wien seine letzten drei Sinfonien, die Sinfonie in Es-dur (KV 543), g-moll (KV 550) und C-dur (KV 551). Bis heute sind für diese großen Werke weder die Auftraggeber noch die Aufführungsdaten der Uraufführungen bekannt. Dies gab Anlass zu zahlreichen Spekulationen. So glaubte man, Mozart wollte sich mit diesen Werken von seinen Geldsorgen befreien.

Besonders die Sinfonie g-moll wurde wegen ihrer schmerzlich düsteren Grundhaltung gern als bekenntnisreiches Werk angesehen. Hier versuchte man die verzweifelte Lebenssituation Mozarts in der Musik wiederzufinden, aber wie in vielen anderen Fällen sind dies nur Spekulationen.

Die Sinfonie g-moll liegt quasi in zwei Fassungen vor. Ursprünglich sah Mozart keine Klarinetten vor, fügte diese aber später hinzu.

Ihre Popularität erhielt diese Sinfonie gewiss durch ihre sich leicht einprägsamen und plastischen Themen. Allerdings ist durch mediale Überrepräsentanz das Neuartige und Besondere dieser Sinfonie für ungeübte Hörer oft nicht erkennbar.

Ihre Ausdrucksphäre wird durch Tragik, Schmerz, Resignation und Melancholie stark geprägt. Selten ertönt eine Aufhellung oder Entspannung. Gerade in den Ecksätzen, vor allem zu Beginn der Durchführungen steigert sie sich zu einer Leidenschaftlichkeit, unter der die Ordnung der Form fast zerbricht. Die Durchführung  des ersten Satzes überbietet in Hinsicht auf die Radikalität des Tonartenplanes und den damit verbundenen kontrapunktischen Kühnheiten alles je zuvor gehörte. Im Andante mildert sich die instrumentale Rede zu einem von der chromatischen Melodik und Harmonik des späten Mozart getragenen melancholischen Gesang. Der ruppige dritte Satz lebt vom rhythmischen Streit der Synkopen gegen die geraden Viertelnoten, die den Menuettcharakter bestenfalls erahnen lassen. Das Finale gewährt nur für wenige Augenblicke Inseln der Ruhe, ansonsten wird alles von einer ungeheuren Kraft und Energie mitgerissen.
 

Modest Mussorgski (1839 - 1881) „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“

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Modest Mussorgski (1839 - 1881)

„Eine Nacht auf dem kahlen Berge“


mussorgski Modest Mussorgski, in einem kleinen Ort im russischen Norden geboren, studierte in Petersburg Geschichte und Philosophie. Dort erhielt er auch die ersten Klavierstunden, aber keine Unterweisung in Musiktheorie.  

Durch die Bekanntschaft mit Balakirew schloß er sich dem „Mächtigen Häuflein“, einer Gruppe junger in Petersburg wirkender russischer Musikdilettanten, an. Sie strebten danach, eine vom Westen unabhängige, aus den Traditionen der russischen Volksmusik schöpfende und von der Sprachdeklamation ausgehende russische Musik zu schaffen.

Während die anderen Komponisten des „Mächtigen Häufleins“ das russische Volkslied nach allgemeinen europäischen Grundsätzen behandelten, erkannte Mussorgski den Unterschied der Stile der westeuropäischen und osteuropäischen Volkslieder und berücksichtigte dies in seinen Werken. Auf seine Freunde wirkte seine Musik oft befremdlich.

Seine instrumentalen Werke waren stets verbunden mit außermusikalischen Vorstellungen. So auch das 1867 von ihm ursprünglich für Klavier komponierte Werk „Johannisnacht auf dem kahlen Berge“. Mussorgski bezeichnete es als „ein original russisches Werk“ und gliederte das Stück in vier Abschnitte: 1. „Versammlung der Hexen und ihr Geschwätz“, 2. „Satans Zug“, 3. „Verherrlichung des Satans“ und 4. „Hexensabbat“. Beim Höhepunkt des Hexensabbats läutet von fern das Glöckchen einer Dorfkirche. Der „Kahle Berg“ erhebt sich in der Nähe von Kiew und stellt ein ukrainisches Gegenstück zum deutschen Blocksberg dar, auf dem sich einem alten Volksglauben zufolge die Hexen zu nächtlicher Stunde versammeln.

Die vielfach auftretende Chromatik und die starken Dissonanzen befremdeten Rimski-Korsakow und seinen Kreis, so dass er nach dem Tode Mussorgskis das Werk stark umarbeitete und instrumentierte, es glättete im „ästhetischen“ Sinne. In dieser Fassung gelang das Werk 1886 in Petersburg zur Aufführung und erklingt so auch heute meist in den Konzertsälen. Allerdings lag von Mussorgski eine komplette Originalpartitur des Werkes vor. In dieser Originalfassung erklang das Stück 1932 in London zum ersten Mal.
 

Ney Rosauro (*1952) Concerto # 2 for Marimba and Orchestra op. # 34.1

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Ney Rosauro (*1952)

Concerto # 2 for Marimba and Orchestra op. # 34.1


Ney rosauro Ney Rosauro - Bild mit freundlicher Genehmigung von ProPercussao Brasil Ney Rosauro zählt heute zu den bekanntesten Schlagzeugern und Komponisten weltweit. Geboren im Oktober 1952 in Rio de Janeiro, studierte er zunächst Komposition und Dirigieren an der „Universidade de Brasilia“. Sein Diplom für Schlagzeug erhielt er an der Musikhochschule in Würzburg bei Professor Siegfried Fink. Anschließend promovierte er bei Fred Wickstrom an der „University of Miami“ (USA). Seit 2000 ist er dort Direktor der Schlagzeugklasse.

Inzwischen komponierte er über 30 Werke vornehmlich für Schlagzeug und  gab mehrere Methodikschulen für Schlagzeug heraus. Seine Kompositionen erfreuen sich internationaler Beliebtheit und über 500 verschiedene Orchester brachten sie weltweit zur Aufführung unter ihnen so namhafte Ensemble wie beispielsweise das London Symphonie Orchester und die Solistin Evelyn Glennie.    

Das Konzert # 2 für Marimba mit 5 Oktaven und Sinfonieorchester, ein Auftragswerk der University of Miami, entstand im Sommer 2001 und ist der Marimba-Virtuosin Keiko Abe gewidmet. Ein Jahr später entstand von diesem Werk eine Version für Schlagzeugensemble.

Das Marimba-Konzert teilt sich in drei Sätze auf, wobei der erste Satz „Water Running in High Mountain“ aus zwei gegensätzliche Themen bestehend beschreibt, wie das Wasser seinen Weg durch die Rocky Mountains findet.

Ein Zitat von J. S. Bach leitet den zweiten Satz „Reflections and Dreams“ ein und entwickelt sich zu einer romantischen, ein wenig mystischen Atmosphäre. Darauf folgt ein neues Thema in einem lebhafteren und kontrastreicheren Tempo mit einem sich entwickelnden Fugatomotiv, das schließlich in das wiederkehrende Hauptthema mündet.

Das lebhafte Thema im 3/4 Takt des dritten Satzes "Walking on Clouds" und die wunderschöne Melodie rufen ein Bild hervor, dass die Musik quasi aus den Wolken herabzukommen scheint. Kurz vor der Solokadenz ertönt noch einmal das Fugatothema aus dem 2. Satz. In der Solokadenz wird der Holzklang mit den Griffen des aus Rattan umwickelten Schlägel erzeugt. Dieser Klang erinnert an das alte traditionsreiche afrikanischen Belaphon, ein Vorläufer des heutigen Marimbaphon. Nach einem Zitat aus Keiko Abes Kompositionen folgt noch einmal ein Auszug des Hauptthemas. Nach der Re–Exposition des Hauptthemas folgt die Coda, die das gleiche energische Thema der Introduktion benutzt. Schließlich endet das Werk mit der Coda in einer schwungvollen Stimmung.


 
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Konzert Februar 2004


Modest Mussorgski

„Eine Nacht auf dem kahlen Berge“

Konzert-Fantasie für Orchester bearb. von Nikolai Rimski-Korsakow

Ney Rosauro

Concerto # 2 for Marimba and Orchestra op. # 34.1

1. „Water  Running in High Mountain“
2. „Reflections and Dreams“
3. „Walking on Clouds“
Solistin: Johanna Schneider, Marimba

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550

1. Molto allegro
2. Andante
3. Menuetto. Allegretto
4. Allegro assai

Solisten Februar 2004
sol_schneider

1979 wurde Johanna Schneider in Hannover geboren und erhielt im Alter von vier Jahren ihren ersten Schlagzeugunterricht. Mehrmals wurde sie Preisträgerin beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Sie war Mitglied im „Jungen Schlagzeugensemble Hannover“ unter der Leitung ihrer Mutter Andrea Schneider und im „Jungen Schlagzeugensemble Niedersachsen“, mit dem sie Konzertreisen nach Japan und in die Karibik unternahm. Johanna Schneider wirkte in zahlreichen Jugendorchestern mit wie beispielsweise im Regionalen Jugendorchester, im Niedersächsischen Jugendorchester, in der Jungen Deutschen Philharmonie und im RIAS Jugendorchester. Mit dem Göttinger Symphonie Orchester spielte sie mit ihrer Familie ein Konzert für „5 Schlagzeuger und Orchester“. Von 1998-2000 erhielt Johanna Schneider eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl und danach studierte sie an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Professor Marc Lutz. Seit 2002 studiert sie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Professor Boettger. Bei der Aufführung des "Concerto # 2 for Marimba and Orchestra op. # 34.1" mit Johanna Schneider als Solistin handelt es sich um eine deutsche Erstaufführung.