Ähnliche Artikel

Keine ähnliche Artikel vorhanden


Home> > Februar 2005 > Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 -1847) 5. Sinfonie d-moll op. 107

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 -1847) 5. Sinfonie d-moll op. 107

Kom_Konzert Februar 2005

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 -1847)


5. Sinfonie d-moll op. 107

Felix Mendelssohn Bartholdy Felix Mendelssohn Bartholdy

 

Der 1809 in Hamburg geborene Felix Mendelssohn Bartholdy gehörte einer assimilierten deutsch-jüdischen Familie an. Sein Großvater war der bedeutende Philosoph Moses Mendelssohn. Obwohl die Eltern ihre Kinder im streng jüdisch patriarchalischen aber humanistischen Sinn erzogen, ließen sie 1816 die vier Kinder christlich taufen. Felix verleugnete jedoch nie seine jüdische Abstammung, obgleich ihm sein Christentum mehr als nur als „Entreebillet zur europäischen Kultur“ bedeutete.

Die Geschwister Mendelssohn erhielten eine umfassende Ausbildung, ohne je eine Schule besucht zu haben. Der Universitätsprofessor Carl Wilhelm Ludwig Heyse – Vater des Dichters Paul Heyse – unterrichtete Felix und seine drei Geschwister als Privatlehrer. Die musikalische Ausbildung übernahm zunächst die Mutter und ab 1819 Carl Friedrich Zelter, der Begründer und Leiter der Berliner Singakademie.

Felix Mendelssohn studierte in Berlin, wo er 1829 in der Singakademie die erste Wiederaufführung der „Matthäus-Passion“ dirigierte.

Ausgedehnte längere Bildungsreisen führten ihn von 1829 bis 1832 nach England, Schottland, Italien, die Schweiz und Frankreich. Im Jahr 1833 übernahm er das Amt des Musikdirektors in Düsseldorf und schließlich 1835 als Kapellmeister des Gewandhauses in Leipzig, wo er 1843 das erste Konservatorium in Deutschland gründete. Durch sein Wirken wurde Leipzig zu einem musikalischen Zentrum von internationalem Ruf.

Anlässlich der Verlesung der „Confessio Augustana“, der grundlegenden Bekenntnisschrift des Protestantismus vor 300 Jahren in Augsburg, komponierte Mendelssohn 1830 seine d-moll Sinfonie. Das Werk kam jedoch nicht zur Aufführung, da die Jubiläumsfeier, anlässlich der auf ganz Europa übergreifenden Unruhen der französischen Julirevolution, unterblieben. Die Uraufführung fand zwei Jahre später in Berlin statt.

Gleich mit den ersten Takten der langsamen Einleitung stimmt Mendelssohn in den „kirchlichen“ Charakter der Sinfonie ein. Am Schluss der Einleitung erklingt in den Streichern verhalten das „Dresdener Amen“, ein stufenweise ansteigendes Quintmotiv der sächsischen Liturgie, an. Dieses Motiv greift Mendelssohn noch einmal beim Übergang zwischen Durchführung und Reprise auf.

Nach dem Kopfsatz folgt ein B-dur Scherzo mit Trio in G-dur, danach ein langsamer Satz, der fast nur für die Streicher komponiert zu sein scheint.

Im Finale erklingt zunächst zaghaft in der Solo-Flöte der Luther-Choral „Ein’ feste Burg“, der am Schluss fortissimo in breiten Notenwerten erklingt. Mit diesem Choral gedachte der Komponist, dem Reformator ein Denkmal zu setzen.

Erst 1868 kam es zu einer posthumen Veröffentlichung dieser Sinfonie, so dass sie die verwirrend hohe Opus-Zahl 107 erhalten hatte.

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

CDS

CD

Die folgenden CDs sind bei uns erhältlich:

cd_00

Bei Interessse bitte eine E-Mail an info@mhh-orchester.de senden

Suchen
Mareike Morr

Mareike Morr wurde in Rotenburg a. d. Fulda geboren. Nach dem Abitur begann sie 1996 das Klavierstudium im Fach Instrumentalpädagogik bei Prof. KarlHeinz Kämmerling an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Während des Studiums unterrichtete sie an der Musikschule der Stadt Braunschweig. Im Jahr 2000 schloss sie ihr Diplom ab und legte 2001 im Rahmen der Ausbildungsklasse ihre Kammermusikprüfung im Bereich Liedbegleitung mit Auszeichnung ab. Zusätzlich begann sie ihr Gesangstudium bei Prof. Carol Richardson Smith, seit 2003 bei Prof. Christiane Iven. Neben ihrem Studium hat sie zahlreiche Auftritte als Oratorien und Liedsängerin. 2001 konzertierte sie in Chile im Rahmen des Musikfestivals „Semanas musicales“. Im Nordkolleg Rendsburg gibt sie seit 2002 Kurse für Liedgestaltung. 2002 sang sie die AltPartie in der „JohannesPassion“ von J. S. Bach u. a. in der Kölner Philharmonie und im Théâtre des Champs Élysées in Paris. Mareike Morr ist Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und des RichardWagner Verbandes.