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Kom_Konzert Februar 2007

Carl Maria von Weber (1786 - 1826) Fagottkonzert op. 75 F-dur

Kom_Konzert Februar 2007

Carl Maria von Weber (1786 - 1826)

Fagottkonzert  op. 75  F-dur

Carl Maria von Weber Carl Maria von Weber

Wenn auch der Name Carl Maria von Webers in erster Linie mit seinen romantischen Opern und den dazugehörigen Ouvertüren verbunden ist, so hat er doch auch auf dem Gebiet der Instrumentalmusik Großes geleistet. Besonders die damals noch untergeordnete Stellung der Blasinstrumente hat er, durch eine Anzahl von Kompositionen für diese Instrumente, stark angehoben.

In Eutin als Sohn einer Opernsängerin und eines wandernden Theaterunternehmers 1786 geboren, lernte er von Kindheit an die Theateratmosphäre und das unstete Leben der Bühnenkünstler kennen und stand mit 5 Jahren das erste Mal auf der Bühne. Auf den zahlreichen Reisen der Familie erhielt er Unterricht u.a. bei Michael Haydn, Johann Nepomuk Kalcher und bei Abbé Vogler. Nach kurzer Tätigkeit als Musikdirektor in Breslau folgten zahlreiche Kunstreisen als Pianist durch ganz Deutschland. Während seines Aufenthaltes 1811 in München befreundete sich Weber mit dem Klarinettisten Heinrich Joseph Baermann und komponierte für ihn zwei Klarinettenkonzerte und das Concertino c-moll. Schon das erste Klarinettenkonzert hatte einen riesigen Erfolg, so dass der Fagottist Georg Friedrich Brand, wie Baermann Mitglied der Münchner Hofkapelle, Weber im gleichen Jahr noch bat, für sein Instrument ebenfalls ein Konzert zu schreiben, was dieser auch bereitwillig übernahm.

Ähnlich wie das Klarinettenkonzert besteht es aus einem marschartigen ersten Satz, einer Kantilene und einem spritzigen Rondo.

Aus Webers Notizen ist zu erfahren, dass er das Konzert am 27. November 1811 vollendete, aber nicht, wann die Uraufführung stattfand. Das Datum einer späteren Aufführung wurde mit dem 19. Februar 1813 in Prag mit dem Fagottisten Brand angegeben.

Nach etwa 10 Jahren überarbeitete Weber dieses Instrumentalwerk und übergab es erst in dieser Ausgabe am 17. Oktober 1822 dem Verlag Schlesinger in den Druck, der es unter der Opus-Zahl 75 veröffentlichte.

 

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Malte Refardt wurde in Hamburg geboren und war schon in seiner Schulzeit Mitglied der Kammermusikklasse seiner Heimatstadt. Er studierte bei Dag Jensen in Essen und Hannover und absolvierte das Konzertexamen bei Georg Klütsch in Weimar und Köln. Als Solofagottist des renommieren Gustav-Mahler-Jugendorchesters und des Mahler Chamber Orchestra spielte er schon während seines Studiums unter so berühmten Dirigenten wie Claudio Abbado, Pierre Boulez und kent Nagano.

Nach Zeitverträgen, u.a. als Solofagottist an der Bayrischen Staatsoper unter Zubin Mehta, ist Malte Refardt seit 2002 Solofagottist der NDR Radiophilharmonie. Neben zahlreichen Aushilfstätigkeiten an großen deutschen Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, dem WDR Sinfonieorchester Köln, den Bamberger Symphonikern oder auch dem Ensemble Modern in Frankfurt wird er auch regelmäßig von Seiji Ozawa nach Japan eingeladen. Auch der Kammermusik gilt sein reges Interesse, wo er mit Persönlichkeiten wie Eduad Brunner, Ana Chumachenco, Natalia Gutmann, Wen-Sinn Yang oder dem Ma’alot-Quintett zusammen musiziert. Im Jahr 2006 wurde Malte Refardt im Alter von 32 Jahren auf eine Professur an der Folkwang Hochschule in Essen berufen.