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Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) Ouverture "Egmont" op.84

Kom_Konzert_Februar_2010

Ouverture "Egmont" op.84

beethoven „Am 'Egmont' ist nichts geschrieben, die Zerstreuung läßt's nicht zu.“ Mit diesen Zeilen klagt Goethe im April 1782 Frau von Stein sein Leid über dieses von ihm selbst als „lang vertrödeltes Stück“ bezeichnete Werk, das die Vorlage zu Beethovens Bühnenmusik werden soll. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits acht Jahre seit Beginn seiner Arbeit verstrichen und es mussten noch weitere fünf Jahre ins Land gehen, bis das Trauerspiel vollendet wurde. Beethoven, der 1809 den Auftrag für seine Komposition zur Wiener Uraufführung von Goethes „Egmont“ erhielt, schuf nicht nur eine Ouvertüre, sondern neun weitere Stücke: vier Zwischenaktsmusiken, zwei Gesangsvertonungen und drei Szenenmusiken. Beethovens Musik beruht auf der ursprünglichen Textfassung von Goethe, was in den Folgejahren ein neues Problem schuf: Schiller hatte eine Bühnenfassung vom „Egmont“ geschaffen, die dem Publikumsgeschmack offenbar mehr zusagte und war bei seiner Redaktion nach Einschätzung Goethes „grausam verfahren“: Schillers Textumstellungen und Streichungen ganzer Personen führten dazu, dass die Musik Beethovens, der gegenüber Goethe bekannte, den „Herrlichen Egmont [...] gefühlt, gedacht, und in Musick“ gegeben zu haben, einfach nicht mehr passte. Hier kommt der Konsistorialrat Friedrich Mosengeil (1773– 1839) als erster eine Reihe von Dichtern ins Spiel, der mit einem eigenen Gedicht zur "declamatorischen Begleitung" 1821 versuchte, die Kluft zwischen Beethovens Musik und dem inzwischen stark transformierten Egmont-Stoff zu schließen und das Stück so für konzertante Aufführungen zu retten. Insgesamt fand Beethovens Egmont bei seinen Zeitgenossen überwiegend positive Aufnahme und lieferte als Schauspielmusik eine wichtige formale Vorlage, die spätere Kompositionen, z.B. Mendelssohns Musik zu Shakespeares Sommernachtstraum, beeinflusste. Dennoch bleibt das Verhältnis von Beethovens Musik und Goethes Trauerspiel spannungsreich. Und auch Goethes Hang zum „Vertrödeln“ des Egmont schien auf Beethoven nicht ohne Wirkung geblieben zu sein: Seine zur Wiener Uraufführung im Mai 1810 beauftragte Musik wurde erst mit ein paar Wochen Verspätung fertig, so dass das Premierenpublikum zwar Goethes Egmont sah, aber Beethovens Egmont nicht hörte.

 
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Ludwig van Beethoven

Ouvertüre Egmont op. 84

Oskar Böhme

Trompetenkonzert f-moll op.18

César Franck

Sinfonie d-moll

Leitung: Volker Worlitzsch
Sonntag, 21. Februar 2010,
17:00
Aula der Waldorfschule am Maschsee,
Rudolf-v.Bennigsen-Ufer 70
U-Bahnlinien 1, 2, 8,
Haltestelle Altenbekener Damm
Montag, 22. Februar 2010,
19:30
Medizinische Hochschule,
Hörsaal F, Carl-Neuberg-Str. 1
U-Bahnlinie 4, Haltestelle MHH
Solist_Februar_2010
sol_phutter

Philipp Hutter wurde 1986 in der Schweiz geboren. Mit sechs Jahren erlernte er das Trompetenspiel von seinem Vater. Schnell wurde sein Talent erkannt und gefördert. Mit 14 kam er auf ein Internat mit instrumentalem Spezialzweig und wurde bald darauf Jungstudent an der Musikhochschule in Leipzig. Philipp gewann mehrere Preise auf Bundesebene beim Wettbewerb „jugend musiziert“ sowohl in den Kategorien „Solo“ und „Kammermusik“. Seit 2007 ist Philipp Stipendiat der Lyrastiftung (Stiftung für Hochbegabte Musiker). 2009 gewann er den Stipendienwettbewerb der Yamaha Music Foundation of Europe. Als Solist trat Philipp bereits mit Orchestern wie dem St. Petersburg Academic Symphony Orchesestra, der Philharmonie Halle (Saale), der jungen Philharmonie München und vielen mehr auf. Darüber hinaus ist er Gastsolist in vielen Brass Bands. Solokonzerte führten ihn in viele Länder der Welt. So war er Gast bei Festivals wie dem Musical Olympus Festival (Russland/Schweiz), dem Internationalen Musikfestival Beigang (Taiwan), dem Musiccamp Festival der Heilsarmee (Canada) und dem renommierten Schwarzwald Musikfestival. Philipp studierte in Amsterdam am Konservatorium und ist zur Zeit Student von Prof. Max Sommerhalder an der Hochschule für Musik in Detmold.

Philipp Hutter spielt zusammen mit dem MHH-Orchester das Trompetenkonzert f-moll op.18 von Oskar Böhme. Mehr zu Philipp Hutter auf seiner Homepage