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Peter Iljitsch Tschaikowsky Variationen über ein Rokokothema für Violoncello und Orchester op. 33

Kom_Konzert Juli 2007

Peter Iljitsch Tschaikowsky

Variationen über ein Rokokothema für Violoncello und
Orchester op. 33

tschaik

Tschaikowsky hat keinen Komponisten so sehr verehrt wie Mozart. Die „Rokoko-Variationen“ sind als eine Huldigung an das große Vorbild gedacht. Trotzdem ist es ein völlig eigenständiges Werk im Gegensatz zur 4. Orchestersuite „Mozartiana“. Das Variationsthema in Rokoko-Manier erinnert zwar an den Wiener Klassiker, ist aber in seiner musikalischen Sprache ein romantisches Stück im Stile Tschaikowskys.
Das Ende 1876 entstandene Werk widmete er seinem Freund, dem deutschen Cellisten Wilhelm Fitzenhagen, der wie er als Professor am Moskauer Konservatorium wirkte. Im Jahre 1879 trug er die Variationen beim Wiesbadener  Musikfest zum ersten Mal vor. Franz Liszt, der die Uraufführung miterlebte, schrieb Tschaikowski darüber: „Das ist doch endlich einmal wieder Musik.“ Doch lange Zeit blieb Fitzenhagen der einzige Interpret des Werkes, vielleicht nicht zuletzt, weil die Variationen dem Cellisten großes virtuoses Können abverlangen.
In den ersten beiden Variationen – beide in A-Dur – trägt das Soloinstrument das von Triolenvariationen umspielte Thema vor, das in der Folge abwechslungsreiche Veränderungen erfährt. Die dritte Variation in C-Dur lässt erkennen, dass Tschaikowsky zwar beim Thema mit dem 18. Jahrhundert spielt, die Verarbeitung desselben geschieht jedoch in erzromantischer Manier. Ein schwärmerisches Andante sostenuto im Dreiviertel-Takt lässt das Solo-Cello sich aussingen. Die vierte Variation trägt einen tänzerischen Charakter. In der fünften Variation übernimmt die Flöte das Thema und wird mit einer Trillerkette vom Cello begleitet.  Danach kann der Cellist in einer hochvirtuosen auskomponierten Kadenz brillieren. Anschließend erklingt in der sechsten Variation eine ausdrucksvolle Romanze mit einer Pizzicatobegleitung der Streicher. Mit der siebten, marschartigen Variante klingt das Stück im wirbelnden Allegro vivo aus.

 

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Konzert Juli 2007

Programm

Jacob Unico Willem van Wassenaer

aus: 6 Concerti Armonici: Concerto Nr. 4 G-Dur


1. Largo
2. Da capella (non presto)
3. Largo affettuoso
4. Allegro

Peter Iljitsch Tschaikowsky

Variationen über ein Rokokothema für Violoncello und Orchester op. 33

 

Modest Mussorgsky

„Bilder einer Ausstellung“

orchestriert von Maurice Ravel

Promenade                    
1. Der Gnom
Promenade
2. Das alte Schloss
Promenade
3. Tuilerien
4. Der Ochsenkarren
Promenade
5. Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen
6. Samuel Goldenberg und Schmuyle
7. Der Marktplatz von Limoges
8. Die Katakomben
Cum mortius in lingua mortua
9. Die Hütte auf Hühnerkrallen (Baba Yaga)
10. das große Tor von Kiew

Valentino Worlitzsch

wurde 1989 in Hannover geboren und erhielt schon mit 4 Jahren den ersten Cellounterricht bei Prof. Christiane Aydintan. Noch im gleichen Jahr begann er bei Prof. Martin Dörrie mit dem Klavierspiel, das er ab 2000 bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling und Mareike Morr fortsetzte. Von 2003-2006 studierte er Cello bei Prof. Klaus Heitz am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter der Hochschule für Musik und Theater Hannover  und wurde anschließend an der Hochschule Jungstudent. Bei zahlreichen Wettbewerben von „Jugend musiziert“ konnte er sowohl auf dem Cello, als auch mit dem Klavierspiel und im kammermusikalischen Bereich erste Preise sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene erringen. Außerdem erhielt er verschiedene Sonderpreise wie 2005 den Kammermusikpreis des Staatsorchesters Hannover und von der Deutschen Stiftung Musikleben 2005 und 2006 den Eduard-Söring-Preis.
Seit dem Frühjahr 2005 ist Valentino Worlitzsch Mitglied des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters und ab Herbst des gleichen Jahres dort Solocellist.
Schon frühzeitig sammelte er auch solistische Erfahrungen. Aus seinem umfangreichen Repertoire spielte er neben den Rokoko-Variationen von Peter Tschaikowsky das Cellokonzert Nr. 9 B-Dur von Luigi Boccherini, das Cellokonzert a-moll op. 52 von Hans Pfitzner und das Cellokonzert von Aram Khatschturian u.a. gemeinsam mit dem Studentenorchester der Musikhochschule Hannover.