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Modest Mussorgsky (1839 -1881) „Bilder einer Ausstellung“

Kom_Konzert Juli 2007

Modest Mussorgsky (1839 -1881)

„Bilder einer Ausstellung“

orchestriert von Maurice Ravel

mussorgski Die instrumentalen Werke Modest Mussorgskys waren stets verbunden mit außermusikalischen Vorstellungen, so auch der 1874 in St. Petersburg von ihm komponierte Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“. Inspiration für diese Komposition lieferte ihm eine im gleichen Jahr stattfindende Gedenkausstellung mit Werken des Malers Viktor Hartmann, der ein Jahr zuvor gestorben war. Allerdings befanden sich nur drei der musikalisch beschriebenen Bilder – das „Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen“, „Die Hütte auf Hühnerkrallen“ und „Das große Tor von Kiew“ - wirklich in der Ausstellung. Einige andere Sätze könnten im weiteren Sinne noch Bildern von Hartmann zugeordnet werden, aber es ist davon auszugehen, dass Mussorgsky die meisten klangbildnerischen Gemälde selber kreiert hatte. Verbunden wurden die Bilder durch eine Promenade, die den Weg des Betrachters von Bild zu Bild nachzeichnet und seine wechselnden Empfindungen und Reflektionen spiegeln.
Mussorgsky selber dachte nie an eine Orchestrierung, doch forderte die Komposition durch ihre koloristischen Details einige Komponisten geradezu dazu heraus. Den größten Erfolg verzeichnet noch heute die Fassung von Maurice Ravel von 1922.
1. Bild: „Der Gnom“ stellt einen hinkenden Zwerg dar, dessen groteske Sprünge durch tiefe Streicher, Klarinetten und Fagott ausgedrückt werden.
2. Bild: „Das alte Schloss“: In dieser Romanze, die eine Spielmannsballade assoziiert, erklingt das Saxophon über einem liegendem Bass.
3. Bild: „Tuileries“: In Streit geratene spielende Kinder – von Holzbläsern dargestellt - lärmen in den Tuilerien.
4. Bild: „Der Ochsenkarren“: in Fuhrwerk nähert sich, schiebt sich schwerfällig und rasselnd über die schlammige Straße, verschwindet in der Ferne.
5. Bild: „Ballett der Küchlein in den Eierschalen“: Hartmanns Bühnenbildentwurf wird von Mussorgsky/Ravel durch spitz erklingende Holzbläser ausgedrückt.
6. Bild: „Samuel Goldenberg und Schmuyle“: Dies sind zwei polnische Juden, der eine reich und selbstgefällig, der andere arm und lebhaft plappernd.
7. Bild: „Der Marktplatz von Limoges“: In dem turbulenten Markttreiben hört man förmlich die schreienden Verkäufer und sich streitenden Marktfrauen.
8. Bild: „Die Katakomben“: Vom Marktplatz geht es direkt zu den Knochenbergen in den Pariser Katakomben.
9. Bild: „Die Hütte auf Hühnerkrallen“: Die russische Hexe Baba Yaga stößt dämonische, vom Tritonus und der großen Septime geprägte Schreie aus und reitet auf einem jagenden Orchestersatz in Richtung des letzten Bildes.

10. Bild: Das große Tor von Kiew“: Hier stellte sich Mussorgsky einen prächtigen Triumphzug vor der, als die Glocken schlagen, jäh von einem Holzbläser-Choral abgelöst wird. Zum Schluss erklingt das volle Orchester mit Glocken, Tamtam und die Melodie der Promenade erscheint im triumphalen Schluss des Stückes.
 

Kommentare  

 
0 # 2011-01-12 14:15
ich finde bei dem 5. bild sollte noch etwas mehr stehen,da das bild nicht erklärt wird.außerdem ist bei dem 10.bild ein fehler:vor dem< der> müsste ein komma sein.nicht danach.dazu könnte man noch hinschreiben,wo die promenaden sind
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Programm

Jacob Unico Willem van Wassenaer

aus: 6 Concerti Armonici: Concerto Nr. 4 G-Dur


1. Largo
2. Da capella (non presto)
3. Largo affettuoso
4. Allegro

Peter Iljitsch Tschaikowsky

Variationen über ein Rokokothema für Violoncello und Orchester op. 33

 

Modest Mussorgsky

„Bilder einer Ausstellung“

orchestriert von Maurice Ravel

Promenade                    
1. Der Gnom
Promenade
2. Das alte Schloss
Promenade
3. Tuilerien
4. Der Ochsenkarren
Promenade
5. Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen
6. Samuel Goldenberg und Schmuyle
7. Der Marktplatz von Limoges
8. Die Katakomben
Cum mortius in lingua mortua
9. Die Hütte auf Hühnerkrallen (Baba Yaga)
10. das große Tor von Kiew

Valentino Worlitzsch

wurde 1989 in Hannover geboren und erhielt schon mit 4 Jahren den ersten Cellounterricht bei Prof. Christiane Aydintan. Noch im gleichen Jahr begann er bei Prof. Martin Dörrie mit dem Klavierspiel, das er ab 2000 bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling und Mareike Morr fortsetzte. Von 2003-2006 studierte er Cello bei Prof. Klaus Heitz am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter der Hochschule für Musik und Theater Hannover  und wurde anschließend an der Hochschule Jungstudent. Bei zahlreichen Wettbewerben von „Jugend musiziert“ konnte er sowohl auf dem Cello, als auch mit dem Klavierspiel und im kammermusikalischen Bereich erste Preise sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene erringen. Außerdem erhielt er verschiedene Sonderpreise wie 2005 den Kammermusikpreis des Staatsorchesters Hannover und von der Deutschen Stiftung Musikleben 2005 und 2006 den Eduard-Söring-Preis.
Seit dem Frühjahr 2005 ist Valentino Worlitzsch Mitglied des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters und ab Herbst des gleichen Jahres dort Solocellist.
Schon frühzeitig sammelte er auch solistische Erfahrungen. Aus seinem umfangreichen Repertoire spielte er neben den Rokoko-Variationen von Peter Tschaikowsky das Cellokonzert Nr. 9 B-Dur von Luigi Boccherini, das Cellokonzert a-moll op. 52 von Hans Pfitzner und das Cellokonzert von Aram Khatschturian u.a. gemeinsam mit dem Studentenorchester der Musikhochschule Hannover.