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Kom_Konzert_Juni_2009

Paul Dukas (1865 - 1935)

Scherzo L'Apprenti Sorcier

Paul_Dukas_01 Deutlicher noch als Mendelssohns „Sommernachtstraum“ lässt sich Paul Dukas „Zauberlehrling“ der Programmmusik zuordnen. Der außermusikalische Bezug, der ein Wesensmerkmal der Programmusik ist, wurde vom Komponisten ausdrücklich in den Untertitel seines Werkes aufgenommen: „Nach einer Ballade von Goethe“. Goethes Ballade vom Zauberlehrling erzählt die Geschichte des vorwitzigen Magieauszubildenden, der die Abwesenheit seines Lehrmeisters nutzt, um seine eigenen Zauberkünste an einem Besen zu erproben. Das Reinigungsgerät soll dem Lehrling das lästige Wasserschleppen abnehmen, gerät aber außer Kontrolle, als der Zauberlehrling versucht, den scheinbar dienstbaren Geist wieder zum Stillstand zu bringen. Erschreckt  muss er feststellen, dass weder seine magischen Kräfte noch die wütend geschwungene Axt dem verhexten Besen Einhalt gebieten können, sondern allein der – zum dramatisch passenden Zeitpunkt zurückkehrende – Meister. Dukas hat sowohl einzelne Elemente, wie den zum Leben erweckten Besen als Fagottthema oder den perkussiv umgesetzten Axtschlag, als auch die dramatische Entwicklung der Ballade, wie das immer unbarmherzigere Marschieren der Besen und das immer stärker anschwellende Wasser, musikalisch umgesetzt.  
Wer will, kann sogar in dem seufzenden Bratschensolo gegen Ende des Stücks so etwas wie ein reuiges Schuldeingeständnis des ungehorsamen Lehrlings hören und in dem darauffolgenden Schlussakkord im fortissimo den strafenden Klaps mit dem Besen. Das tat offensichtlich Walt Disney, der mit seiner filmischen Umsetzung mit Mickey Maus als Zauberlehrling im Jahre 1940 dem Werk zu weiterer Bekanntheit verhalf. Bereits die Uraufführung am 18.05.1897 war ein großer Erfolg, so dass der „Zauberlehrling“ heute als Dukas' bekanntestes Werk gilt. Dukas selbst war extrem selbstkritisch, hat nur wenige Werke veröffentlicht und seine ab 1912 geschaffenen Werke aus ungeklärten Gründen nahezu vollständig verbrannt.

 

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Karsten Zinser, Sprecher
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Karsten Zinser wurde 1978 in Berlin geboren. Schon während seiner Ausbildung an der Schauspielschule Berlin spielte er am Teatr Studio Berlin, u.a. die Titelrolle in „Woyzeck“. In der Spielzeit 2006/07 war Karsten Zinser als Gast am Schlosstheater in „Maria Stuart“ (französischer Gesandter), „Der Mann von La Mancha“ (Anselmo) und „Sonny Boys“ (Regieassistent) zu sehen. Seit der Spielzeit 2007/ 2008 ist er festes Ensemblemitglied am Schlosstheater Celle. Dort spielte er u.a. den Filch in „Die Dreigroschenoper“, einen Agenten und Titorelli in „Der Prozess“ und den Piccolo in „Im weißen Rössl“. In der Spielzeit 2007/08 führte er Regie für das Projekt „Wartmakurz“ des Celler Theaterjugendclubs.

Konzert Juni 2009


Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

"Ein Sommernachtstraum!, op.21 - Ouvertüre

 

Paul Dukas (1865-1935)

"Der Zauberlehrling" nach einer Ballade von J.W.v. Goethe

Sprecher: Karsten Zinser


Joseph Haydn (1732-1809

Symphonie mit dem Paukenschlag Nr. 94, G-Dur

1. Adagio cantabile - Vivace assai

2. Andante

3. Menuet Allegro molto - Trio

4. Finale. Allegro di molto