Wolfgang Amadeus Mozart (1756 -1791)
| Kom Konzert Februar 2011 |
Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319
Um so erstaunlicher ist es, was Mozart, der nach seiner Reise wieder in die Dienste Colloredos geht, aus der in Salzburg verbrachten Periode macht, in die auch die Entstehung der Sinfonie Nr. 33 fällt. Zwar wird immer deutlicher, dass Mozart dort auf Dauer keineswegs „mit embsigen Fleis ohnklagbar“ seine Pflicht erfüllt, wie es in seinem Anstellungsdekret niedergelegt ist: Im Gegenteil, der Konflikt mit Colloredo spitzt sich immer weiter zu und endet mit dem berühmten Zusammenstoß Mozarts mit dem Grafen Arco, der ihn, wie Mozart es mit der ihm eigenen Drastik formuliert mit einem „Tritt im arsch“ zur Tür hinauswirft und damit sein Dienstverhältnis beendet.
So kann man Mozarts Sinfonie Nr. 33 in vieler Hinsicht als ein Dokument der Reife und der Flexibilität im Umgang mit den bestehenden Verhältnissen betrachten: Nicht nur, dass Mozart die in Paris erlebte und durch eigene Werke geübte Klangfülle einer stärkeren Bläserbesetzung durch geschickte Satztechnik auch mit beschränkterem Instrumentalapparat erlebbar machte, und sein Werk so auch für Adelige mit einem kleinen Orchester attraktiv blieb. Darüber hinaus gestaltete er die Sinfonie einmal dreisätzig (wie es in Salzburg üblich war) und einmal viersätzig (wie man es in Wien bevorzugte). Dass Mozart keine Hemmungen hatte, die damals bereits in Wien verlegte Sinfonie dem Fürsten Fürstenberg in Donaueschingen als „eigenst nur für ihren Hof allein von mir gesetzte Stücke“ anzudienen, zeugt davon, dass er sich wohl auch im Umgang mit dem Adelsstand eine gewisse Flexibilität erworben hatte.
Jaroslaw Galuszka wurde 1981 in Jelenia Góra (Nieder-schlesien) geboren. Seinen ersten Akkordeonunterricht erhielt er im Alter von acht Jahren. 2001 begann er sein Studium an der Musikakademie in Lodz in der Akkordeonklasse von Prof. Bogdan Dowlasz, setzte es 2004 an der Warschauer F. Chopin-Musikakademie bei Prof. Jerzy Jurek fort und absolvierte es im Jahre 2006 mit Auszeichnung. Im Januar 2010 hat er sein Masterstudium an der Privatuniversität Konserva-torium Wien in der Akkordeonklasse von Grzegorz Stopa mit Auszeichnung abgeschlossen. Jaroslaw Galuszka nahm an vielen Musikfestivals teil und gewann mehrere Preise bei nationalen Akkordeonwett-bewerben in Polen (u.a. Chelm, Przemysl, Mlawa, Gdansk, Czechowice-Dziedzice, Klodzko). Im Mai 2006 wurde er mit dem 1. Preis in der Kategorie Kammermusik des internationalen Akkordeonwettbewerbes in Klingenthal (Deutschland) ausgezeichnet. Er nahm an zahlreichen Masterkursen von vielen renommierten Pädagogen wie Yuri Shishkin, Aleksander Dmitriev, Friedrich Lips, Mie Miki-Schenck teil. 2006 trat er als Solist mit dem Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks unter der Leitung von Jerzy Maksymiuk auf. Im November 2009 gewann er einen 1. Preis im Alumni-Wettbewerb in Detmold, der ihm den Sonderpreis des SO der MHH einbrachte. Seit 2010 studiert er Konzertexamen im Fach Akkordeon an der Hochschule für Musik Detmold in der Akkordeonklasse von Grzegorz Stopa.