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Johann Sebastian Bach (1685 -1750)

Kom Konzert Februar 2011

Violinkonzert a-Moll BWV 1041 – bearbeitet für Akkordeon

Die genaue Entstehungszeit von Bachs Violinkonzerten ist nicht bekannt. Man geht davon aus, dass sie in seiner Köthener Zeit zwischen 1717 und 1723 entstanden sind. Problematisch ist aber nicht nur die Entstehungszeit, sondern auch die Tatsache, dass zu Bachs Zeiten noch nicht genau festgelegt ist, was man eigentlich unter einem „Konzert“ zu verstehen hat.
Der Komponist und Musikschrift-steller Johann Mattheson dürfte dem Verständnis Bachs am nächsten gekommen sein, als er 1713 zu folgender Definition gelangte: „[…] Violin Sachen die also gesetzet sind daß eine jede Partie sich zu gewisser Zeit hervorthut und mit den anderen Stimmen gleichsam um die Wette spielet [...]Derowegen denn auch in solchen Sachen und anderen wo nur die erste Partie dominieret und wo unter den Violinen, eine mit sonderlicher Hurtigkeit hervorraget dieselbe Violino concertino genennet wird.“ Bachs Konzerte entstanden also mitten in den Geburtswehen des modernen Konzertbegriffs, so dass man über Bachs eigene Auffassung in weiten Teilen auf Spekulationen angewiesen ist. Daneben steht immer wieder die Frage, welche Instrumente und Besetzungen man heutzutage zur Darbietung der Werke Bachs verwenden solle, die die Bach'sche Aufführungspraxis zu einem Lieblingsschlachtfeld der musikalischen Fachwelt macht. So fürchtete der mit Akkordeoneinspielungen der Goldberg-variationen hervorgetretene Akkordeonist Stefan Hussong wahrscheinlich nicht unbegründet für dieses „Sakrileg“ das „Fallbeil einer oft auf sogenannter Authentizität programmierten Fachkritik.“ Der ihm 1999 verliehene Echo-Klassik-Preis zeigte jedoch, dass weite Teile des Publikums einem neuen Zugang zu Bach'schen Werken mit positiver Neugierde begegnen, und Husson bringt es wohl auf den Punkt, wenn er sagt, dass die spezifischen Charakteristika des Akkordeons in besonderer Weise geeignet sind, in der Bach'schen Musik „immer wieder neue Farben und neue Konstellationen“ zu entdecken. Dies mag insbesondere für das Violinkonzert BWV 1041 gelten, das Bach selbst als Cembalokonzert BWV 1058 in eine Version für ein Tasteninstrument übertrug.
 
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Solist Jaroslaw Galuszka
Jaroslaw Galuszka wurde 1981 in Jelenia Góra (Nieder-schlesien) geboren. Seinen ersten Akkordeonunterricht erhielt er im Alter von acht Jahren. 2001 begann er sein Studium an der Musikakademie in Lodz in der Akkordeonklasse von Prof. Bogdan Dowlasz, setzte es 2004 an der Warschauer F. Chopin-Musikakademie bei Prof. Jerzy Jurek fort und absolvierte es im Jahre 2006 mit Auszeichnung. Im Januar 2010 hat er sein Masterstudium an der Privatuniversität Konserva-torium Wien in der Akkordeonklasse von Grzegorz Stopa mit Auszeichnung abgeschlossen. Jaroslaw Galuszka nahm an vielen Musikfestivals teil und gewann mehrere Preise bei nationalen Akkordeonwett-bewerben in Polen (u.a. Chelm, Przemysl, Mlawa, Gdansk, Czechowice-Dziedzice, Klodzko). Im Mai 2006 wurde er mit dem 1. Preis in der Kategorie Kammermusik des internationalen Akkordeonwettbewerbes in Klingenthal (Deutschland) ausgezeichnet. Er nahm an zahlreichen Masterkursen von vielen renommierten Pädagogen wie Yuri Shishkin, Aleksander Dmitriev, Friedrich Lips, Mie Miki-Schenck teil. 2006 trat er als Solist mit dem Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks unter der Leitung von Jerzy Maksymiuk auf. Im November 2009 gewann er einen 1. Preis im Alumni-Wettbewerb in Detmold, der ihm den Sonderpreis des SO der MHH einbrachte. Seit 2010 studiert er Konzertexamen im Fach Akkordeon an der Hochschule für Musik Detmold in der Akkordeonklasse von Grzegorz Stopa.
Programm Februar 2011
W. A. Mozart
Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319
1. Allegro assai
2. Andante moderato
3. Menuetto
4. Allegro assai


J. S. Bach
Konzert für (Cembalo) Akkordeon & Orchester g-moll BWV 1041
1. Allegro
2. Andante
3. Allegro assai


Keiko Harada
„Bone+“ für Akkordeon solo

P. I. Tschaikowsky
Nussknacker Suite