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Oskar Böhme (1870 – 1938(?))

Kom_Konzert_Februar_2010



Konzert für Trompete in f-moll op. 18

Über Oskar Böhmes Leben und Werk sind nur spärliche Informationen veröffentlicht. Man nimmt an, dass er als Spross einer bekannten Trompeter-familie seinen ersten Unterricht von seinem Vater, dem Trompeter und Mu-siklehrer Wilhelm Böhme, erhielt. Sicher ist, dass er später am Musikkon-servatorium Leipzig studierte, wo er 1888 in Trompete und Komposition graduierte. Sein weiterer Lebensweg führte ihn 1894 nach Budapest, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Willi im Opernorchester spielte. Von dort aus zog es ihn nach St. Petersburg, wo er von 1897 bis 1921 im Mariinsky Theater Kornett blies. Danach spielte er freiberuflich und unterrichtete an der Fachschule für Musik auf der Wassilijewski Insel in St. Petersburg, wo-bei er während der viermonatigen Ferienzeit in vielen deutschen Städten sowie in Wien, Breslau und Budapest konzertierte. Im Jahre 1936 wurde er im Zuge des stalinistischen Terrors in die deutsche Siedlung Orenburg am Fuße des Uralgebirges verbannt, wo er bis 1938 an einer Musikschule unterrichtete. Hier verlieren sich seine Spuren: Ein Augenzeuge will ihn im Jahr 1941 bei Arbeiten am Turkmenischen Kanal gesehen haben, im allgemeinen wird jedoch davon ausgegangen, dass er bereits 1938 in Orenburg verstarb. Oskar Böhme hat zahlreiche Werke für Trompete verfasst, wobei heute vor allem sein großes romantisches Konzert für Trompete in f-moll von 1899 bekannt ist, dessen Originalfassung erst vor wenigen Jahren von dem norwegischen Trompeter Lars Naes entdeckt wurde.


 
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