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Kritik

Kritik

Waldorfschule

Konzentriert

 

Das Orchester der Medizinischen Hochschule

Hannover unter der Leitung von

Bastian Heymel brachte sich durch dieses

Konzert dem hannoverschen Publikum als

präzise und dynamisch musizierender

Klangkörper wieder in Erinnerung.

Rhythmisch pointiert erklang die einleitende

Ouvertüre Beethovens zu Collins

Trauerspiel „Coriolan". Bastian Heymel

verfiel der Versuchung nicht, vordergründigen

Effekten nachzujagen, sondern arbeitete

die werksimmanente Dramatik

heraus. Im darauffolgenden 3. Klavierkonzert

Beethovens, c-Moll, war das disziplinierte

Aufeinanderreagieren von Solist

und Orchester bestimmend. zumal der

Komponist hier erstmals das Concerto-

Prinzip verwendet.

 
Kritik
Tellkampfschule
Höfischer Charme

Jedes Orchester ist bei einstimmigen Passagen gerade so gut wie sein schwächstes Mitglied. Das Orchester der Medizinischen Hochschule Hannover hat jedoch kaum mit individuellen Unzulänglichkeiten zu kämpfen, zumal das gut zusammengestellte Programm mit Spohrs Violinkonzert op. 47, Glucks Ouvertüre zu,,Iphigenie“ und Beethovens Violinromanze op. 50 ganz auf die besonderen Fähig- keiten des Streicherapparates zugeschnitten zu sein schien.
Der junge Klangapparat versprühte eineinhalb Stunden höfischen Charme und vitale Lebensfreude der Klassik und Frühromantik in der Tellkampfschule. Der intensive Ton des Solisten Radoslaw Szulc und sein bestimmter Ausdruck kamen trotz gelegentlicher Abstimmungsschwierigkeiten der zupackenden Art des Dirigenten Bastian Heymel entgegen. Den Höhepunkt bildete Mozarts farbenreich dargebotene ,,Linzer“ Sinfonie, bei der Binnendifferenzierung des Orchesterklangs nicht, wie gelegentlich noch im Spohr, durch vordringende Begleitfiguren gestört wurde. Mitderart geschlossener Leistung darf dieses Laienorclester getrost zu den besten seiner Art gerechnet werden. Ste
 
Kritik

„Feurige Kadenz“


In über zehnjährigem Wirken ist das

Orchester der Medizinischen Hochschule

Hannover ein achtbarer Bestandteil des

Kulturlebebens der Stadt geworden. Das

jüngste Konzert bewies, daß seine Dirigenten

die Möglichkeiten des Orchesters

mit Augenmaß wägen. In dem Geiger Ara

Malikian hatte man auch seinen Star.

Einst Student in Hannover, heute Gast

auf europäischen Konzertpodien, besitzt

er hier noch eine Fangemeinde.

 
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