Ludwig van Beethoven (1770-1827) Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
| Kom_Konzert_Februar_2003 |
Das vierte Klavierkonzert stellt einen Höhepunkt der Gattung im Schaffen Beethovens, sowie für das ganze 19. Jahrhundert, dar. Solistin und Orchester sind nicht nur gleichberechtigt, sondern zu einer Einheit verschmolzen. Die reichlich vorhandene Virtuosität im Solopart verliert ihren Eigenwert und wird in den symphonischen Kontext eingebunden.
Unkonventionell beginnt das Konzert verhalten zögernd mit der Solistin worauf nach nur wenigen Takten ein langer orchestraler Teil erfolgt. Es scheint der Beginn eines mit höchster Feinheit konzipierten Gesprächs zwischen Solo und Tutti, bei dem wie selbstverständlich eines aus dem anderen herauswächst.
Wie ungewöhnlich und neu das ständige Miteinander in den Ecksätzen fasziniert, gibt es dagegen im Andante con moto ein starkes Gegeneinander von Klavier und Orchester. Es entfaltet sich eine starke Dramatik, die einer antiken Szene gleicht. Die Streicher, ein meist im Unisono stehendes drohend punktiertes Schreiten spielend, und das Klavier, mit melancholischer flehender Kantilene, stehen sich hier völlig fremd gegenüber.
Unmittelbar schließt sich das Rondo an, leise und behutsam die ätherische Stimmung aufnehmend und erst langsam sich steigernd zu heiterer Frische.
Die Coda rekapituliert noch einmal kurz den Höhepunkt der Durchführung, führt dann aber in einer Presto-Stretta entschlossen das Konzert zum Schluß.
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